Unmittelbar vor Einführung des Euro legt die BRIGITTE mit der EuroKA Beauty 2001 eine neue Studie für Kosmetik und Mode vor. Diese hat zum Ziel, den Markendreiklang für insgesamt 76 europäische Marken zu erheben und die Einstellungen der Frauen in Europa zum Thema Schönheit zu hinterfragen.
Der Zeitpunkt erscheint sinnvoll: In Europa ist in den letzten Jahren politisch wie ökonomisch viel geschehen. Die Frage nach dem Nutzen und den Risiken international standardisierter Markenstrategien bleibt aktuell und erhält vor dem Hintergrund der europäischen Euphorie vieler Politiker einerseits und der Skepsis starker regionaler Bewegungen andererseits eine neue Brisanz. Im europäischen Marketing spiegelt sich dieser Konflikt im Spannungsfeld zwischen nationalen und internationalen Kommunikationsansätzen wider. So werden zum einen internationale Ansätze zur Nutzung von Synergien durch Konzepte ersetzt oder zumindest ergänzt, die zunehmend wieder differenzierte nationale oder sogar regionale Besonderheiten berücksichtigen. Aber auch Tendenzen in die entgegengesetzte Richtung sind erkennbar: weg von der nationalen Individualisierung, hin zu länderübergreifenden, eher kostenorientierten Kommunikationskonzepten.
Die EuroKA kann für die Lösung solch komplexer Probleme natürlich keine endgültigen Antworten liefern. Wohl aber kann sie für den traditionell international orientierten Markt der Beauty-Produkte und für die ökonomischen Kernländer der EU interessante Erkenntnisse über Konsumgewohnheiten und Marken anbieten. Sie zeigt Unterschiede und Ähnlichkeiten in den Einstellungen und im Kaufverhalten auf und dokumentiert, wo die wichtigsten Marken auf ihrem Weg nach und in Europa bislang angekommen sind.
