Befragung
Die Interviews zu dieser Studie bestanden jeweils aus einem mündlichen und einem schriftlichen Interviewteil (Ausfüllheft). Das Ausfüllheft konnte von den Befragten direkt im Anschluss an das mündliche Interview ausgefüllt werden, wurde in aller Regel aber im Haushalt zurückgelassen und nach einigen Tagen vom Interviewer wieder abgeholt. Die Interviews wurden – jeweils zur Hälfte durch die beauftragten Institute – in der Zeit vom 5. November bis zum 7. Dezember 2001 und vom 2. Januar bis zum 18. Januar 2002 durchgeführt. Befragt wurde an allen Wochentagen; die Interviews verteilen sich dabei wie folgt: Montag 18%, Dienstag 17%, Mittwoch 17%, Donnerstag 16%, Freitag 16%, Samstag 12%, Sonntag 5%.
Insgesamt waren 696 Interviewer eingesetzt. Eine Nachkontrolle fand bei über einem Drittel aller Interviews statt.
Grundgesamtheit
Grundgesamtheit dieser Untersuchung bilden alle deutschsprachigen Frauen im Alter von 14 bis 64 Jahren, die in Privathaushalten leben, insgesamt 25,50 Mio. Personen.
Stichprobe
Die Befragungen wurden in vier Netzen zu je 258 Sample-Points des koordinierten ADM-Stichprobensystems durchgeführt, wobei jedes Institut zwei Netze bearbeitete. Um auch junge Zielgruppen differenziert auswerten zu können, wurde die Altersgruppe der 14- bis 24-Jährigen per Quota um 197 Interviews in den Points der Random-Stichprobe aufgestockt.
Für den Random-Ansatz wurden für jeweils vier aufeinander folgende Sample-Points neun, in jedem fünften Point acht Adressen zur Bearbeitung vorgegeben. Die so gebildete Stichprobe ist eine Haushaltsstichprobe, in der jeder Haushalt die gleiche Chance hat, ausgewählt zu werden. Die Bestimmung der Zielperson im Haushalt erfolgte dann mittels eines Zufallszahlenschlüssels. Die Chance jeder (zur Grundgesamtheit gehörenden) Person im Haushalt, als Zielperson ausgewählt zu werden, ist damit umgekehrt proportional zur Anzahl aller im Haushalt lebenden 14- bis 64-jährigen Frauen.
| 25,50 Mio. Frauen, 14-64 Jahre | ||||||
| Ausschöpfung der Stichprobe | Absolut | % | ||||
| Eingesetzte Adressen | 9.087 | 100,0 | ||||
| Qualitätsneutrale Ausfälle | ||||||
| Angegebene Straße/Haus-Nr. nicht auffindbar, Wohnung unbewohnt, Geschäft, Büro |
46 | 0,5
|
||||
| Keine Frau im Alter von 14 bis 64 Jahren im Haushalt/im Haushalt leben nur Ausländer, der deutschen Sprache nicht mächtig |
2.437 | 26,8 | ||||
| Andere Ausfallgründe | 4 | 0,0 | ||||
| = Gesamt | 2.487 | 27,4 | ||||
| Bereinigte Stichprobe | 6.600 | 100,0 | ||||
| Relevante Ausfälle | ||||||
| Im Haushalt trotz mehrfacher Besuche niemanden angetroffen |
427 | 6,5 | ||||
| Haushalt verweigert jede Auskunft | 337 | 5,1 | ||||
| Zielperson trotz mehrfacher Besuche nicht angetroffen |
247 | 3,7 | ||||
| Zielperson verweigert das Interview/bricht ab |
632 | 9,6 | ||||
| Zielperson krank | 34 | 0,5 | ||||
| Andere Ausfallgründe | - | - | ||||
| Adresse nicht bearbeitet | 5 | 0,1 | ||||
| = Gesamt | 1.682 | 25,5 | ||||
| Durchgeführte Interviews | 4.918 | 74,5 | ||||
| Nicht verwertbare Interviews/ nach Kontrollen aus dem Daten- satz entfernt |
105 | 1,6 | ||||
| Ausgewertete Random-Interviews | 4.813 | 72,9 | ||||
| Ausgewertete Quota-Interviews | 197 | |||||
| Interviews insgesamt | 5.010 | |||||
Transformation
In einer ersten Gewichtungsstufe wurde die Random-Haushaltsstichprobe in eine Personenstichprobe transformiert. Diese Transformation ist notwendig, weil die Chance einer zur Grundgesamtheit gehörenden Person, befragt zu werden, umgekehrt proportional zur Zahl aller zur Grundgesamtheit gehörenden Personen im Haushalt ist. Durch die fallweise Multiplikation mit der Anzahl der im Haushalt lebenden 14- bis 64-jährigen Frauen wird diese Chancengleichheit ausgeglichen.
Redressement
Nach der Transformation wurde die Stichprobe –
getrennt für alte und neue Bundesländer – an die demographische
Struktur der MA 2002 Pressemedien I, Zielgruppe Frauen im Alter von 14
bis 64 Jahren, angeglichen.
Zur Anwendung kam hierbei das ISBA-Programm ISALGE.
Sollvorgaben für dieses Redressement waren im Westen
1. Alter in 5er-Sprüngen (10 Zellen)
2. Schulbildung (5 Zellen)
3. Haushaltsnettoeinkommen (11 Zellen)
4. Kinder unter 14 Jahren im Haushalt (2 Zellen)
5. Haupteinkommensbezieher HEB (2 Zellen)
6. Haushaltsführende (2 Zellen)
7. Personen im Haushalt (4 Zellen)
8. Ortsgröße BIK (5 Zellen)
9. Bundesland (11 Zellen)
10. Familienstand (3 Zellen)
11. Berufstätigkeit (3 Zellen)
12. Alter (6 Zellen) x Bundesland (11 Zellen)
13. Alter (6 Zellen) x Ortsgröße BIK (5 Zellen)
14. Alter (6 Zellen) x Personen im Haushalt (4 Zellen)
15. Personen im Haushalt (4 Zellen) x Bundesland (11 Zellen)
16. Personen im Haushalt (4 Zellen) x Ortsgröße BIK (5 Zellen)
17. Ortsgröße BIK (5 Zellen) x Bundesland (11 Zellen)
18. Alter (3 Zellen) x Schulbildung (3 Zellen)
(Im Osten analog unter Einbeziehung der dortigen sechs Bundesländer.)
Reichweitenangleichung
Mit Hilfe des ISBA-Programms WISA wurden – getrennt
für West und Ost – Nutzungswahrscheinlichkeiten, (erst-)angepasst
an die MA 2002 Pressemedien I, für 72 in dieser MA erhobene Zeitschriften
erstellt. Die Erstangleichung der durchschnittlichen 1/2-Stunden-Werte
für ARD 1, ZDF, Pro 7, RTL und Sat.1 und der entsprechenden Werbezeitsegmente
erfolgte nach MA 2001 Intermedia.
Bei der Reichweitenangleichung wurden folgende Merkmale berücksichtigt.
1. Schulbildung
2. Alter
3. Familienstand
4. Berufstätigkeit der Befragten
5. Anzahl der Personen im Haushalt
6. Haushaltsnettoeinkommen
7. Jetziger oder früherer Beruf des HEB
8. Nielsen-Gebiete
9. Kinder unter 14 Jahren
10. Kontaktmenge Zeitschriften
11. Schulbildung x Alter
„k. A.“-Setzung
Um der späteren Verarbeitung über multivariate Verfahren und auch dem Vollständigkeitsanspruch analog zur MA gerecht werden zu können, wurde bei einzelnen Fragen die Kategorie „keine Angabe“ aufgefüllt.
