Befragung
Die Interviews zu dieser Studie bestanden jeweils aus
einem mündlichen
und einem schriftlichen Interviewteil (Ausfüllheft). Das Ausfüllheft
konnte von den Befragten direkt im Anschluss an das mündliche Interview
ausgefüllt werden, wurde in aller Regel aber im Haushalt zurückgelassen
und nach einigen Tagen vom Interviewer wieder abgeholt.
Die Interviews der ersten Befragungswelle (n=5.090) erfolgten in der
Zeit vom 3. November bis zum 5. Dezember 2003 und vom 5. Januar bis zum
21. Januar 2004. Die Feldzeit der zweiten Befragungswelle (n=1.518) war
zwischen dem 26. April 2004 und dem 28. Mai 2004. Bei beiden Befragungswellen
wurde die Feldarbeit jeweils zur Hälfte durch die beauftragten Institute
MMA und IPSOS durchgeführt.
Befragt wurde an allen Wochentagen; die Interviews verteilen sich dabei
wie folgt:
Montag 18 %, Dienstag 18 %, Mittwoch 17 %, Donnerstag 15 %, Freitag 16
%, Samstag 12 %, Sonntag 4 %.
Insgesamt waren 805 Interviewer eingesetzt. Eine Nachkontrolle fand bei über
einem Drittel aller Interviews statt.
Grundgesamtheit
Grundgesamtheit dieser Untersuchung bilden alle deutschsprachigen Frauen im Alter von 14 bis 64 Jahren, die in Privathaushalten leben, insgesamt 25,34 Mio. Personen.
Stichprobe
Die Stichprobe der Studie ist eine Adressen-Random-Stichprobe,
d.h., Adressenermittlung und Befragungsvorgang waren strikt voneinander
getrennt.
Die Befragungen der ersten Welle (n=5.090) wurden in vier Netzen zu je
258 Sample-Points des koordinierten ADM-Stichprobensystems durchgeführt,
die der zweiten Welle (n=1.518) in zwei Teilnetzen zu je 156 Sample-Points.
Insgesamt kamen 1.344 Sample-Points zum Einsatz; im Durchschnitt wurden
9 Adressen pro Point bearbeitet.
Die Stichprobe des ADM-Stichprobensystems ist eine Haushaltsstichprobe,
in der jeder Haushalt die gleiche Chance hat, ausgewählt zu werden.
Bei 3.248 der 12.096 zur Bearbeitung vorgegebenen Adressen gehörte
keine Frau im Alter von 14 bis 64 Jahren zum Haushalt. Lebten zwei oder
mehr zur Grundgesamtheit dieser Studie gehörende Personen im Haushalt,
erfolgte die Bestimmung der Zielperson mittels eines Zufallszahlen-Schlüssels.
Die Chance jeder (zur Grundgesamtheit gehörenden) Person im Haushalt,
als Zielperson ausgewählt zu werden, war damit umgekehrt proportional
zur Anzahl aller im Haushalt lebenden 14- bis 64-jährigen Frauen.
| 25,34 Mio. Frauen, 14-64 Jahre | ||||||
| Ausschöpfung der Stichprobe | absolut | % | ||||
| Eingesetzte Adressen | 12.096 | 100,0 | ||||
| Qualitätsneutrale Ausfälle | ||||||
| angegebene Straße/Haus-Nr. nicht auffindbar, Wohnung unbewohnt, Geschäft, Büro |
52 | 0,4
|
||||
| keine Frau im Alter von 14 bis 64 Jahren im Haushalt/im Haushalt leben nur Ausländer, der deutschen Sprache nicht mächtig |
3.191 | 26,4 | ||||
| andere Ausfallgründe | 5 | 0,0 | ||||
| Qualitätsneutrale Ausfälle gesmt | 3.248 | 26,9 | ||||
| Bereinigte Stichprobe | 8.848 | 100,0 | ||||
| Relevante Ausfälle | ||||||
| im Haushalt trotz mehrfacher Besuche niemanden angetroffen |
519 | 5,9 | ||||
| Haushalt verweigert jede Auskunft | 431 | 4,9 | ||||
| Zielperson trotz mehrfacher Besuche nicht angetroffen |
395 | 4,5 | ||||
| Zielperson verweigert das Interview/bricht ab |
754 | 8,5 | ||||
| Zielperson krank | 52 | 0,6 | ||||
| Adresse nicht bearbeitet | 7 | 0,1 | ||||
| Relevante Ausfälle gesamt | 2.158 | 24,4 | ||||
| Durchgeführte Interviews | 6.690 | 75,6 | ||||
| nicht verwertbare Interviews/ nach Kontrollen aus dem Datensatz entfernt |
82 | 0,9 | ||||
| Ausgewertete Interviews | 6.608 | 74,7 | ||||
Transformation
In einer ersten Gewichtungsstufe wurde die Random-Haushaltsstichprobe in eine Personenstichprobe transformiert. Diese Transformation ist notwendig, weil die Chance einer zur Grundgesamtheit gehörenden Person, befragt zu werden, umgekehrt proportional zur Zahl aller zur Grundgesamtheit gehörenden Personen im Haushalt ist. Durch die fallweise Multiplikation mit der Anzahl der im Haushalt lebenden 14- bis 64-jährigen Frauen wird diese Chancen-Ungleichheit ausgeglichen.
Redressement
Nach der Transformation wurde die Stichprobe – getrennt
für alte und neue Bundesländer – an die demographische
Struktur der MA 2004 Pressemedien II, Zielgruppe Frauen im Alter von
14 bis 64 Jahren, angeglichen.
Zur Anwendung kam hierbei das ISBA-Programm ISALGE.
Sollvorgaben für dieses Redressement waren im Westen
1. Alter in 5er-Sprüngen (10 Zellen)
2. Schulbildung (6 Zellen)
3. Haushaltsnettoeinkommen (11 Zellen)
4. Kinder unter 14 Jahren im Haushalt (2 Zellen)
5. Haupteinkommensbezieher HEB (2 Zellen)
6. Haushaltsführende (2 Zellen)
7. Personen im Haushalt (4 Zellen)
8. Ortsgröße BIK (5 Zellen)
9. Bundesland (11 Zellen)
10. Familienstand (3 Zellen)
11. Berufstätigkeit (3 Zellen)
12. Alter (6 Zellen) x Bundesland (11 Zellen)
13. Alter (6 Zellen) x Ortsgröße BIK (5 Zellen)
14. Alter (6 Zellen) x Personen im Haushalt (4 Zellen)
15. Personen im Haushalt (4 Zellen) x Bundesland (11 Zellen)
16. Personen im Haushalt (4 Zellen) x Ortsgröße BIK (5 Zellen)
17. Ortsgröße BIK (5 Zellen) x Bundesland (11 Zellen)
18. Alter (3 Zellen) x Schulbildung (3 Zellen)
19. TV-Gerät im Haushalt (2 Zellen)
Im Osten galten diese Soll-Vorgaben analog unter Einbeziehung der dortigen sechs Bundesländer.
Reichweitenangleichung
Mit Hilfe des ISBA-Programms WISA wurden – getrennt für West und Ost – Nutzungswahrscheinlichkeiten, (erst-)angepasst an die MA 2004 Pressemedien II, für 75 in dieser MA erhobene Zeitschriften erstellt. Die Angleichung der durchschnittlichen 1/2-Stunden-Werte für 11 TV-Sender und der entsprechenden Werbezeitsegmente erfolgt nach Erscheinen der MA 2004 Intermedia.
Bei der Reichweitenangleichung wurden folgende Merkmale
berücksichtigt
1. Schulbildung
2. Alter
3. Familienstand
4. Berufstätigkeit der Befragten
5. Anzahl der Personen im Haushalt
6. Haushaltsnettoeinkommen
7. jetziger oder früherer Beruf des HEB
8. Nielsen-Gebiete
9. Kinder unter 14 Jahren
10. Kontaktmenge Zeitschriften
11. Schulbildung x Alter
„k. A.“-Setzung
Um der späteren Verarbeitung über multivariate Verfahren und auch dem Vollständigkeitsanspruch analog zur MA gerecht werden zu können, wurde bei einzelnen Fragen die Kategorie „keine Angabe“ aufgefüllt.
