Brigitte KommunikationsAnalyse 2008

Untersuchungsbeschreibung

Befragung

Die Interviews zu dieser Studie bestanden jeweils aus einem mündlichen und einem schriftlichen Interviewteil (Ausfüllheft). Das Ausfüllheft konnte von den Befragten direkt im Anschluss an das mündliche Interview ausgefüllt werden, wurde in aller Regel aber im Haushalt zurückgelassen und nach ein bis zwei Tagen vom Interviewer wieder abgeholt. Die Interviews wurden – jeweils zur Hälfte durch die beauftragten Institute – in der Zeit vom 15. Oktober bis zum 7. Dezember 2007 durchgeführt.

Befragt wurde an allen Wochentagen; die Interviews verteilen sich dabei wie folgt: Montag 19 %, Dienstag 18 %, Mittwoch 18 %, Donnerstag 16 %, Freitag 15 %, Samstag 11 %, Sonntag 4 %.

Insgesamt waren 692 Interviewer eingesetzt. Eine Nachkontrolle fand bei über 40 % aller Interviews statt.

Grundgesamtheit

Die Grundgesamtheit dieser Untersuchung bilden alle deutschsprachigen Frauen im Alter von 14 bis 64 Jahren, die in Privathaushalten leben, insgesamt 24,80 Mio. Personen.

Stichprobe

Die Stichprobe dieser Studie ist eine Adressen-Random-Stichprobe, d. h., Adressenermittlung und Befragungsvorgang waren strikt voneinander getrennt. Die Befragungen wurden in vier Netzen zu je 258 Sample-Points des koordinierten ADM-Stichprobensystems durchgeführt, wobei jedes Institut zwei Netze bearbeitete. Innerhalb dieses Stichprobensystems wird in jedem Netz mit 258 Sample-Points die Bevölkerung der Bundesrepublik repräsentativ abgebildet.

Pro Point wurden 9 Adressen zur Bearbeitung vorgegeben. Die so gebildete Stichprobe ist eine Haushaltsstichprobe, in der jeder Haushalt die gleiche Chance hat, ausgewählt zu werden. Die Bestimmung der Zielperson im Haushalt erfolgte dann mittels eines Zufallszahlenschlüssels. Die Chance jeder (zur Grundgesamtheit gehörenden) Person im Haushalt, als Zielperson ausgewählt zu werden, ist damit umgekehrt proportional zur Anzahl aller im Haushalt lebenden 14- bis 64-jährigen Frauen.

Ausschöpfung der Stichprobe absolut %
Eingesetzte Adressen 9.288 100,0
Qualitätsneutrale Ausfälle:    
angegebene Straße/Haus-Nr. nicht auffindbar, Wohnung unbewohnt, Geschäft, Büro 24 0,3
keine Frau im Alter von 14 bis 64 Jahren im Haushalt/im Haushalt leben nur Ausländer, der deutschen Sprache nicht mächtig 2.452 26,4
andere 9 0,1
Qualitätsneutrale Ausfälle gesamt 2.485 26,8
Bereinigte Stichprobe 6.803 100,00
Relevante Ausfälle:    
im Haushalt trotz mehrfacher Besuche niemanden angetroffen 424 6,2
Haushalt verweigert jede Auskunft 301 4,4
Zielperson trotz mehrfacher Besuche nicht angetroffen 324 4,8
Zielperson verweigert das Interview/bricht ab 529 7,8
Zielperson krank 62 0,9
Adresse nicht bearbeitet 4 0,1
Relevante Ausfälle gesamt 1.644 24,2
Durchgeführte Interviews 5.159 75,8
nicht verwertbare Interviews/ nach Kontrollen aus dem Datensatz entfernt 77 1,1
Ausgewertete Interviews 5.082 74,7

 

Transformation

In einer ersten Gewichtungsstufe wurde die Random-Haushaltsstichprobe in eine Personenstichprobe transformiert. Diese Transformation ist notwendig, weil die Chance einer zur Grundgesamtheit gehörenden Person, befragt zu werden, umgekehrt proportional zur Zahl aller zur Grundgesamtheit gehörenden Personen im Haushalt ist. Durch die fallweise Multiplikation mit der Anzahl der im Haushalt lebenden 14- bis 64-jährigen Frauen wird diese Chancen-Ungleichheit ausgeglichen.

Redressement

Nach der Transformation wurde die Stichprobe – getrennt für alte und neue Bundesländer – an die demographische Struktur der MA 2008 Pressemedien I, Zielgruppe Frauen im Alter von 14 bis 64 Jahren, angeglichen. Zur Anwendung kam hierbei das ISBA-Programm ISALGE.

Soll-Vorgaben für dieses Redressement waren

  1. Alter in 5er-Sprüngen (11 Zellen)
  2. Personen im Haushalt (4 Zellen)
  3. BIK-Regionsgrößen (5 Zellen)
  4. Bundesland (17 Zellen)
  5. Haushaltsnettoeinkommen (11 Zellen)
  6. Ausbildung (6 Zellen)
  7. Kinder unter 14 Jahren im Haushalt (2 Zellen)
  8. Haushaltsführende (2 Zellen)
  9. Familienstand (3 Zellen)
  10. Berufstätigkeit (3 Zellen)
  11. Alter (4 Zellen) x Ausbildung (3 Zellen)
  12. Alter (8 Zellen) x Bundesland (17 Zellen)
  13. Alter (8 Zellen) x BIK-Regionsgrößen (5 Zellen)
  14. Alter (8 Zellen) x Personen im Haushalt (4 Zellen)
  15. Personen im Haushalt (4 Zellen) x Bundesland (17 Zellen)
  16. Personen im Haushalt (4 Zellen) x BIK-Regionsgrößen (5 Zellen)
  17. BIK-Regionsgrößen (5 Zellen) x Bundesland (17 Zellen)

Reichweitenangleichung

Mithilfe des ISBA-Programms WISA wurden – getrennt für West und Ost – Nutzungswahrscheinlichkeiten, (erst-)angepasst an die MA 2008 Pressemedien I, für 86 in dieser MA erhobene Zeitschriften erstellt. Die Erstangleichung der durchschnittlichen 1/2 -Stunden-Werte für 11 TV-Sender und der entsprechenden Werbezeitsegmente erfolgte an die MA 2007 Intermedia.

Bei der Reichweitenangleichung wurden folgende Merkmale berücksichtigt:

  1. Ausbildung
  2. Alter
  3. Familienstand
  4. Berufstätigkeit der Befragten
  5. Anzahl der Personen im Haushalt
  6. Haushaltsnettoeinkommen
  7. jetziger oder früherer Beruf des HEB
  8. Nielsen-Gebiete
  9. BIK-Regionsgrößen
  10. Kinder unter 14 Jahren
  11. Kontaktmenge Zeitschriften
  12. Schulbildung x Alter

„k. A.“-Setzung

Um der späteren Verarbeitung über multivariate Verfahren und auch dem Vollständigkeitsanspruch analog zur MA gerecht werden zu können, wurde bei einzelnen Fragen die Kategorie „keine Angabe“ aufgefüllt.

 

 






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